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Anfang 1389 herrschte Dänemark fast
schon über ganz Schweden, nur Stockholm, eine Stadt hanseatischer Kaufleute, leistete noch Widerstand. Die
Dänen versuchten Stockholm zu gewinnen, in dem sie die Stadt belagerten und so die
Bevölkerung immer weniger Lebensmittel erhielt. Die
mecklenburgischen Städte Rostock und Wismar stellten
Kaperbriefe für alle aus, die auf eigene Faust versuchten, dem dänischen Reich zu
schaden, wann immer es ging, um Stockholm zu helfen. So riefen diese Hansestädte ihre alten
Feinde um Hilfe. Und diese ließen nicht lange auf sich warten. Als Verbündete, genannt
die Vitalienbrüder, weil sie Lebensmittel nach Stockholm durch die dänischen Linien
brachten, gelang es den Piraten, die dänische Blockade zu brechen. Stockholm war wieder
frei, Königin Margarete zog ihre Truppen zurück und ein Jahr später kam es wieder
einmal zum Frieden.
Eigentlich sollten sich auch die
Freibeuter wieder auflösen, da der Krieg ja nun zu Ende war, aber das taten sie nicht.
Auf der Insel Gotland, in deren Hauptstadt Visby, schlugen sie ihr
Hauptquartier auf. In dieser Zeit waren Störtebeker und Michael Gödeke noch keine
Kommandanten bei den Freibeutern, dies waren vorwiegend Adlige aus
Mecklenburg.
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